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Live von der Rio+20 – 18. Juni

Clemens Mader und Philipp Schöffmann berichten.

Im Japanese Pavillion fand ein Side-Event mit dem Vize Rektor der United Nations University – Prof Kazuhiko Takeuchi statt: Die Satoyama Initaitive ist eine umfassende Initiative welche den Schlutz der Umwelt durch Maßnahmen der kulturlandschaftlichen Pflege beinhaltet.

Durch nachhaltige Pflege der Kulturlandschaft soll die Biodiversität erhöht und die Lebesqualität der in den Regionen lebenden Menschen verbessert werden. Dies soll etwa durch die Umforstung von Monokulturen zu Mischformen des Anbaus, welche das Ökosystem fördern, geschehen. In unseren Breiten wäre dies etwa die Förderung von Streuobstwiesen und Förderung von Mischwäldern. Auch im Weinbau git es in Österreich und international einen Trend die Biodiversität – also den Anbau unterschiedlicher Reben – um letztlich Schädlingen natürlich entgegenzuwirken. Aus Japan kam das Beispiel des Teeanbaus, welcher etwa auch in Monokulturen oder in sogenannten Teewäldern angebaut werden kann.

 

Um die Satoyama Initiative international weiterzuentwickeln und die Vision zu verbreiten, wurde 2010 eine Kooperation aus 51 internationalen Organisationen gegründet. Darunter sind UN Organisationen wie die UNU oder UNEP sowie auch Unternehmen (z.B. aus der Lebensmitelbranche), Vereine oder Forschungseinrichtungen.

 “Aiming Higher”

Abends fand die Veranstaltung universitärer Netzwerke zum Thema “Aiming Higher: Unlocking tertiary education’s potential for sustainable development” statt. Hervorgestrichen wurde die kritische Rolle von Universitäten für nachhaltige Entwicklung: Unter Anderem die Verbesserung von Lernräumen, die Entwicklung neuer Zugänge zu Bildung und die Förderung von Kompetenzen. Des weiteren wurde hervorgestrichen, dass Universitäten kritische Forschungsergebnisse liefern. Der von UN Generalsektretär Ban Ki Moon formulierten Forderung nach neuen Ideen für komplexe Probleme in Bereichen wie Hunger, Wasser und Energie sollen nachgekommen werden. Aus diesen und weiteren Gründen sollen Hochschulen Rollenmodelle für nachhaltige Entwicklung sein. Sie sollen Humankapital aufbauen und Verständnis schaffen. Als Richtlinie für konkrete Aktionen wurde auf das People’s Treaty on Higher Education verwiesen und dessen Implementierung empfohlen.

Regierungsstatements aus Korea, Australien, Holland und China bezogen Stellung zur jeweiligen nationalen Lage. Professor Clemens Mader stellte die Situation und bisherige Erfolge in Österreich dar.

Weitere Informationen zum Event finden sich hier.