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Im Gespräch: UniNEtZ-Arbeitsgruppe SDG 7

Nachgefragt bei Horst Steinmüller, Leiter der UniNEtZ-Arbeitsgruppe zum SDG 7: Welchen Mehrwert hat die Arbeitsgruppe? Welche Motivation steckt dahinter? Wie funktioniert die Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgruppe?

Sichergestellter Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie

Die Arbeitsgruppe zum SDG 7 „Bezahlbare und saubere Energie“ behandelt evidenzbasiert, interdisziplinär und hochschulübergreifend unterschiedliche Aspekte, um eine moderne und nachhaltige Energiedienstleistung für alle bereitzustellen. Wie die Unterziele des SDG 7 –  beispielsweise der Zugang erschwinglicher, zuverlässiger, nachhaltiger und moderner Energie, der Erhöhung des Anteils der sauberen Energie und der Energieeffizienz, dem Ausbau von Infrastrukturen und moderner Technologien durch internationale Zusammenarbeit – erfolgreich realisiert werden können, steht im Fokus dieser Arbeitsgruppe. Daran beteiligt sind Vertreterinnen und Vertreter der Johannes-Kepler-Universität Linz und der Montanuniversität Leoben.

 Nachgefragt bei Horst Steinmüller

Horst Steinmüller ist Leiter der UniNEtZ-Arbeitsgruppe zum SDG 7. Er ist Geschäftsführer des Energieinstitutes an der Johannes-Kepler-Universität in Linz und sieht seine Aufgabe in der Erarbeitung und Umsetzung von Strategien in der Energietechnik, die dem Prinzip der Nachhaltigkeit entsprechen. Er spricht über die Notwendigkeit der Umstellung von Bereitstellung und Nutzung von Energie unter einem holistischen Ansatz. Auch geht es und das stärkere Herausfordern von EntscheidungsträgerInnen.

OS4S: Welche Motivation und Notwendigkeit spornen Ihre Arbeitsgruppe an?

Steinmüller: Zur Erreichung der Paris-Ziele bedarf es eines gravierenden Umbaus des gesamten, weltweiten Wirtschaftssystems. Die Umstellung der Bereitstellung und Nutzung von Energie spielt dabei eine große Rolle. Unser Team geht davon aus, dass eine solche Umstellung nur unter einem holistischen Ansatz von Erfolg gekrönt sein wird. Mithilfe der interdisziplinären Zusammensetzung und durch die unterschiedliche, langjährige Erfahrung sollte es uns gelingen, das notwendige, allgemeinverständliche Bild zu schaffen und damit auch ein politisches Umdenken zu beschleunigen.

OS4S: Wie kann man sich die Aktivitäten und Zusammenarbeit in Ihrer Arbeitsgruppe vorstellen?

Steinmüller: Neben der engen Zusammenarbeit der Montanuniversität Leoben und dem Energieinstitut an der Johannes-Kepler-Universität gibt es eine Vielzahl an Kontakten mit den anderen Interessierten, die besonders durch langjährige Zusammenarbeit geprägt sind.

OS4S: Welchen Mehrwert schafft die Arbeit Ihrer Arbeitsgruppe? Geben Sie bitte einen Ausblick, wie es weitergehen kann.

Steinmüller: Mit den Optionen soll es gelingen, das breite Bild einer Systemumstellung zu schärfen. Dafür wird es notwendig sein die EntscheidungsträgerInnen stärker als bisher herauszufordern. Dies kann gelingen, indem wir neben unserer wissenschaftlichen Arbeit verstärkt in Öffentlichkeitsarbeit und sogar auch in Lobbying investieren. Dies bedeutet, dass wir in Zukunft auch in anderen Sprachen kommunizieren werden.

OS4S: Danke.

Steinmüller: Vielen Dank.

Das ist ein Beitrag der OS4S-Serie „UniNEtZ-Arbeitsgruppen im Gespräch“ im Jahr 2020 auf openscience4sustainability.at.

Weiterführende Information

  • Arbeitsgruppe SDG 7: hier
  • UniNEtZ Homepage: hier
  • UniNEtZ Memorandum of Understanding und Partnerinstitutionen: hier
  • Erster Freiwillige Nationale Bericht zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele in Österreich: hier