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Im Gespräch: UniNEtZ-Arbeitsgruppe SDG 3

Nachgefragt bei Stefan Mayer, Koordinator der UniNEtZ-Arbeitsgruppe zum SDG 3: Welchen Mehrwert hat die Arbeitsgruppe? Welche Motivation steckt dahinter? Wie funktioniert die Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgruppe?

Gesundheit und Wohlergehen fördern

Die Arbeitsgruppe zum SDG 3 „Gesundheit und Wohlergehen“ behandelt evidenzbasiert, interdisziplinär und hochschulübergreifend unterschiedliche Aspekte, um Gesundheit und Wohlergehen zu fördern und zu gewährleisten. Wie die Unterziele des SDG 3 – beispielsweise der Zugang zu einer leistbaren Gesundheitsversorgung, Senken der Mütter- und Frühsterblichkeit, Forschung und Entwicklung zu Impfstoffen und Medikamenten und Schutz der Gesundheit des Menschen vor gesundheitsschädlichen Einflüssen – erfolgreich realisiert werden können, stehen im Fokus dieser Arbeitsgruppe.

 Nachgefragt bei Stefan Mayer

Stefan Mayer ist Koordinator des SDG 3 im Projekt UniNEtZ und tätig an den universitären Nachhaltigkeitsagenden der Medizinischen Universität Innsbruck, sowie Ansprechperson für “Scientists for Future Vorarlberg & Tirol”. Er spricht über die gemeinsame Verbesserung der Lebensbedingungen und Gesundheit von Menschen, der Formulierung von Maßnahmenempfehlungen und einer “nachhaltigen Medizin”.

OS4S: Welche Motivation und Notwendigkeit spornen Ihre Arbeitsgruppe an?

Mayer: Die Arbeitsgruppe des SDG 3 ‚Gesundheit und Wohlergehen‘ besteht aus Personen verschiedenster Bereiche. Ebenso divers sind die Motive innerhalb der Arbeitsgruppe. Was alle Mitarbeitenden eint, ist die Überzeugung, dass gemeinsam konstruktiv an der Verbesserung der Lebensbedingungen und damit der Gesundheit unserer Mitmenschen gearbeitet werden kann und soll. Der interdisziplinäre Ansatz des UniNEtZ ist dabei eine bereichernde Erfahrung, welche unkonventionelle Sichtweisen auf die bestehenden Probleme in der Gesundheitsversorgung aufzeigt und einen Austausch über die Universitätsmauern hinaus erlaubt.

OS4S: Wie kann man sich die Aktivitäten und Zusammenarbeit in Ihrer Arbeitsgruppe vorstellen?

Mayer: Die Targets des SDG 3 beschäftigen sich in umfassender Weise mit dem Wohlergehen aller Menschen. Die einzelnen Arbeitsgruppen haben sich aus diesen Zielsetzungen heraus formiert. Anschließend wurde innerhalb dieser Arbeitsgruppen die aktuelle Situation anhand aktueller Forschungsergebnisse erhoben, um daran anknüpfend Maßnahmenempfehlungen auf verschiedenen Ebenen, wie zum Beispiel im Bereich der Kommunikation, Bildung, aber auch der Politik und Infrastruktur, zu formulieren. Auf SDG-Koordinationsebene werden die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen mit anderen SDGs ausgetauscht und deren Input eingearbeitet.

OS4S: Welchen Mehrwert schafft die Arbeit Ihrer Arbeitsgruppe? Geben Sie bitte einen Ausblick, wie es weitergehen kann.

Mayer: Das SDG 3 bietet wissenschaftliche Beiträge auf gesellschaftspolitische Fragen aus gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Perspektiven. Aus dem Projekt UniNEtZ heraus ergibt sich neben den konkreten Maßnahmenvorschlägen für die politischen EntscheidungsträgerInnen ein großes Interaktionspotenzial für heimische Universitäten. Viele Institute beschäftigen sich mit Fragen zum Thema Nachhaltigkeit, allerdings in anderen Sinnzusammenhängen. Die SDGs bieten hier die Möglichkeit einer ‘lingua franca’ über Universitäts- und Landesgrenzen hinaus. Wir möchten daraus im weiteren Sinne eine ‚nachhaltige Medizin‘ entstehen lassen.

OS4S: Danke.

Mayer: Danke sehr.

Das ist ein Beitrag der OS4S-Serie „UniNEtZ-Arbeitsgruppen im Gespräch” im Jahr 2020 auf openscience4sustainability.at.

Weiterführende Information

  • Arbeitsgruppe SDG 3: hier
  • UniNEtZ Homepage: hier
  • UniNEtZ Memorandum of Understanding und Partnerinstitutionen: hier
  • Erster Freiwillige Nationale Bericht zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele in Österreich: hier