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Einladung: Veranstaltungsreihe Familie 3.0

Arbeitsplatz Wissenschaft

Wissenschaft: Ein Risikoberuf und seine Nebenwirkungen auf das Familienleben

WANN: Donnerstag, 3. November 2016 von 15 bis 18 Uhr

WO: Universität Wien, Juridicum, 1010 Wien, Schottenbastei 10–16 (Dachgeschoß)

Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in der Wissenschaft ein großes Thema. Wie beeinflussen sich familiäre und berufliche Entscheidungen von WissenschafterInnen? Wie ist die Situation an Österreichs Hochschulen? Wohin entwickelt sich das wissenschaftliche Karrieremodell? Diesen und anderen Fragestellungen widmen wir uns in folgenden Impulsen:

Impuls 1
Dekanin Univ.-Prof. Dr. Ulrike Felt (Universität Wien, Institut für Wissenschafts- und Technikforschung)

Karrieren, Barrieren und Hoffnungen: Erzählungen von sich wandelnden Wissenschaftskulturen und das Leben mittendrin

„Zu meiner Zeit“, sagte eine Professorin in einem Interview, „war es nicht zentral einen Karriereplan zu haben. Das hat niemand erwartet und man hat es auch nicht wirklich gebraucht.“ Unglauben ist die Reaktion jüngerer WissenschaftlerInnen, wenn sie dies hören. Heute beginnt das Reden von der „richtigen Strategie“ sehr früh, und je mehr man voranschreitet, umso dichter wird die Erwartung, das Richtige zu tun, die Karriere und sich selbst gut zu managen.

Der Vortrag reflektiert die Prozesse institutionellen Wandels im akademischen Feld, die neuen Zeitlichkeiten des Lebens in der Wissenschaft und die verschiedenen Momente der Selektion. Welche Bedeutung dies für Wissenschaft und WissenschafterInnen hat wird anschließend diskutiert.

Impuls 2
Dr. Marita Haas (Technische Universität Wien, Institut für Managementwissenschaften)

Karriereentscheidungen von Frauen in technik- und naturwissenschaftlichen Berufen – familiäre Voraussetzungen und biographische Wendepunkte

Der Vortrag thematisiert, in welcher Art und Weise familiäre Unterstützungsstrukturen prägend für die Entwicklung der professionellen Identität von Frauen in Technik- und Naturwissenschaft sind. Welche Rolle spielt es, dass sich Frauen hier in einem männlich dominierten Umfeld bewegen? Wie nehmen sie – aufgrund ihrer biographischen Vorerfahrung – die organisationalen Restriktionen und Optionen wahr? Aus sozial-konstruktivistischen Perspektive wird das Zusammenspiel von individuellen Erfahrungen und institutionalen Rahmenbedingungen in den Mittelpunkt gestellt.

Impuls 3
Dr. Andreas Baierl (Universität Wien, Österreichisches Institut für Familienforschung)

Die Entwicklung der Beschäftigungsverhältnisse an Österreichs Hochschulen

Die Zusammensetzung des wissenschaftlichen Personals hinsichtlich Demographie, Verwendung und Befristung hat sich in den letzten zehn Jahren gravierend verändert. Der Vortrag beschreibt die Dynamik anhand verfügbarer Datenquellen, zeigt Auswirkungen auf die Mobilitätserfordernisse und die Lebensentwürfe von WissenschafterInnen auf und gibt eine Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung.

Anschließend besteht die Möglichkeit zum Gespräch und Kennenlernen bei Getränken und Imbissen.

Anfragen und Anmeldung
Mag. Rudolf Karl Schipfer
rudolf.schipfer@oif.ac.at 01/4277-48913