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Sustainability Award 2012

Ende April wurden im Rahmen einer Gala in der Wiener Hofburg die Gewinner des alle zwei Jahre verliehenen Sustainability Award präsentiert.

Im Herbst 2007 riefen das Lebensministerium gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung den Sustainability Award ins Leben. Das Ziel: Nachhaltigkeitsprozesse in der österreichischen Hochschullandschaft zu fördern und besser bekannt zu machen. Alle zwei Jahre wird der Sustainability Award an die innovativsten und nachhaltigsten Universitäten, Fachhochschulen, private akreditierte Universitäten und pädagogischen Hochschulen vergeben. So auch 2012 – mittlerweile zum dritten Mal.

Der Sustainability Award 2012 wurde am 23. April in der Wiener Hofburg verliehen. Nach einem musikalischen Beitrag von Kolo Slavuj und einer Begrüßung von Umweltminister Nikolaus Berlakovich sowie von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle machte sich Forum-Alpbach-Präsident Franz Fischler in einer Rede einige Überlegungen zum Thema Nachhaltigkeit. Franz Fischler ist Mitglied der sechsköpfigen Jury, der unter anderem auch Gerd Michelsen (UNESCO Chair für Nachhaltige Entwicklung), Gabriele Zuna-Kratky (Technisches Museum Wien) und Klaus Taschwer (Wissenschaftsredakteur bei Der Standard) angehören.

„Die Frage der Sustainability ist die Schlüsselfrage, die wir in den nächsten Jahren zu lösen haben“, mahnte Franz Fischler. Mit dem Wort „Nachhaltigkeit“ zeigte er sich allerdings weniger glücklich, da er der „persönlichen Meinung“ sei, dass es zu „retrospektiv“ klinge. „Es ist auch in der Zwischenzeit ein sehr schillernder Begriff geworden“, kritisierte der ehemalige EU-Kommissar, „es wird heute alles Mögliche unter Nachhaltigkeit subsumiert.“

Hochzufrieden zeigte sich Franz Fischler hingegen mit den Einsendungen, die die Jury des Sustainability Award erreichten: „Nicht nur die Zahl ist enorm gestiegen – sie hat sich gegenüber dem letzten Mal nahezu verdoppelt –, sondern es ist auch die Qualität der eingereichten Projekte noch größer geworden.“ Der Sustainability Award wird in acht verschiedenen Bereichen vergeben, bewerben konnten sich Vertreterinnen und Vertreter aller Universitäten und Hochschulen Österreichs. Für den Sustainability Award 2012 wurden 77 Projekte und Initiativen eingereicht.

Zu den Gewinnern kürte die Jury in diesem Jahr:

  • die Technische Universität Wien und die Technische Universität Graz für den Universitätslehrgang „Nachhaltiges Bauen“ (Handlungsfeld Lehre und Curricula)
  • die Universität für Bodenkultur für ihr Projekt „Doktoratskolleg Nachhaltige Entwicklung“ (Handlungsfeld Forschung)
  • die Modul University Vienna für ihr Projekt „Förderung von nachhaltigen Stakeholderinitiativen“ (Handlungsfeld Strukturelle Verankerung)
  • die Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz für ihr Projekt „BASEhabitat: architecture for development“ (Handlungsfeld Studentische Initiativen)
  • die Universität Graz für ihr Mobilitätsprojekt „UniMobility4ALL“ (Handlungsfeld Verwaltung)
  • die Medizinische Universität Graz für „Pan-Europäische Forschungsinfrastruktur für Biobanken und biomolekulare Ressourcen“ (Handlungsfeld Kommunikation und Entscheidungsfindung)
  • die Wirtschaftsuniversität Wien für das Projekt „Research Institute for Managing Sustainability (RIMAS)“ (Handlungsfeld Internationale Kooperation)
  • die Universität Klagenfurt für ihr regionales Netzwerk und Themenprogramm zur Schul- und Unterrichtsentwicklung

Die Broschüre mit den eingereichten Projekten 2012 ist nun auch online verfügbar:

Die eingereichten Projekte (Broschüre, PDF)