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“SDGs bieten Chancen zur sozial-ökologischen Transformation”

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Andreas Melcher, Leiter des Centre for Development Research der Universität für Bodenkultur, referierte am 24. Mai 2018 über die Chancen der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) für Universitäten. Perspektiven für Zusammenarbeit und Innovationen in Forschung und Lehre seien vorhanden, sagt er.

Im Rahmen der Fachtagung “Zukunftsrezepte SDGs – Perspektiven für Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft” erläuterte Andreas Melcher die Implementierung der SDGs sowie die Chancen für Universitäten, insbesondere jene an der Universität für Bodenkultur.

“Perspektiven für Zusammenarbeit und Innovation in Forschung und Lehre”, betont Melcher

Der Wissenschafter betonte zu Beginn seiner Ausführungen, dass die UN-Nachhaltigkeitsziele die große Chance seien, verbindend und interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Sie stellen eine positive Geschichte dar, die Mut mache und Akteure aus der Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik zum gemeinsamen Handeln animieren könne.

“Universitäten sind durch die SDGs aufgefordert, verstärkt in die Öffentlichkeit zu gehen, um ihren gesellschaftlichen Mehrwert zu erhöhen”, so Melcher

Basierend auf den zahlreichen verknüpften und in Wechselwirkung stehenden SDGs können neue Denkansätze zur Förderung von interdisziplinärer Forschung an Hochschulen entstehen. In weiterer Folge können Hochschulen damit einen höhren gesellschaftlichen Mehrwert erzielen – Stichwort “3rd Mission”. Das Elfenbeinturm-Denken könne damit verschwinden. Universitäten sind durch die SDGs aufgefordert, verstärkt in die Öffentlichkeit zu gehen und zu informieren, um zu zeigen welche Leistungen sie erbringen.

Das universitätsübergreifende Projekt UniNEtZ

Aus der Allianz Nachhaltige Universitäten entsprungen, arbeiten derzeit rund 15 Universitäten zusammen, um den Umsetzungsprozess in Österreich zu bereichern. Darüber hinaus sollen die SDGs in der kommenden Leistungsvereinbarungsperiode in Forschung, Lehre und Services der Hochschulen verankert werden. Die Univeristät für Bodenkultur versuche laut Melcher, eine SDG-Vorreiterin zu sein. Damit dies gelingen könne, werden derzeit zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Dazu zählen beispielsweise die intensive Auseinandersetzung einzelner Departments mit den SDGs 2 (Hunger) und 13 (Klimaschutz), fruchtbare Zusammenarbeit mit Schulen, finanzielle und personelle Ressourcenausstattung vonseiten des Rektorats für SDG-bezogene Lehrveranstaltungen sowie Initiativen von den Studierenden (z.B. SDG-Workshops).

“SDGs sind bereits in Forschungsprogrammen und -calls sichtbar”, zeigt sich Melcher erfreut

Neben zahlreichen Hochschulen sind die SDGs auch schon in einigen Forschungsprogrammen und -calls integriert. So gibt es beispielsweise auf europäischer Ebene einen Call im Rahmen von Horizon 2020. In Österreich werden etwa im Rahmen der Forschungsprogramme „StartClim“ und „Earth System Sciences“ öffentliche Förderungen entlang der UN-Nachhaltigkeitsziele vergeben.

Andreas Melcher (Centre for Development Research) – (c) IUFE/Michael Schreiber

Weiterführende Informationen:

Den Vortrag von Andreas Melcher vom 24. Mai 2018 fasste Florian Leregger, Geschäftsführer des Instituts für Umwelt, Friede und Entwicklung (IUFE), für openscience4sustainability zusammmen.