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Live von der Rio+20 – 19. Juni: Smarter Cities

Clemens Mader und Philipp Schöffmann berichten.

Am 19.6 war ich auf Einladung des UN International Institute for Training and Research (UNITAR) und IBM zu einer Veranstaltung zum Thema Smarter Cities eingeladen.

Das Side-Event fand in kleinem Rahmen in einem Hotel an der Copacabana statt. Ziel dieses Events war es in interaktiven Präsentationen und Diskussionen die Rolle der Entwicklung von Smart Cities für Nachhaltige Entwicklung zu diskutieren.

Möglichkeiten und Hindernisse in Diskussion

Der begriff Smart bedeutet in diesem Zusammenhang, dass viele bereits bestehende Wissens-Ressourcen (Wissen, Daten, Organisationen) durch neue Technologien „smart“ miteinander vernetzt werden um dadurch die Logistik und das Leben in Städten zu vereinfachen und vorallem effizienter und damit ressourcenschonender und nachhaltiger zu gestalten. Anwendungen findet dieses Konzept etwa in der Verkehrsplanung, der öffentlichen und privaten Stromnutzung (SmartGrids), der Kriminalitätsprävention, der Katastrophenplanung etwa bei Unwettern, oder auch der Planung im Rahmen von Großevents wie Olympische Spielen und Weltmeisterschaften.

Fallbeispiele

Im Rahmen des vierstündigen Events, welches durch den Vice President for Strategic Development von IBM International (übrigens ein Österreicher) geleitet wurde  wurden Fallbeispiele (Rio de Janeiro, Stockholm, einige US Städte) präsentiert und diskutiert. Smart Cities vernezten die physische und digitale Welt. Wichtig ist in diesen Projekten, dass ein umfassendes Systemverständnis der Stadt aufgebaut wird. Dies geschieht im Vorfeld durch Einbindung betroffener AkteurInnen und Stakeholder, um durch System Dynamics ein ein umfassendes Modell erstellen zu können, welches bestehende Daten sammelt und in neue Kontexte zueinander zu setzt. Welche letztlich zu neuen und effizienteren Lösungen führen.

  • Im Falle der Unwetterkatastrophenprävention sind dies etwa Wetterdaten, Bebauungsstrukturen, Verkehrsströme, Bevölkerungsdichten, Grünflächen,etc. All diese Daten in Verbindung zueinander verschaffen ein neues „smartes“ Bild der Stadt welches zu „smarten“ Handlungen im Ernstfall und weiteren Stadtplanung verhilft.

Eine Herausforderung bleibt sicherlich in der Anwendung besonders in Entwicklungsländern, in denen viele Daten noch nicht vorhanden sind oder die logistischen Rahmenbedingungen nicht bestehen. Gerade dort wäre jedoch in stark wachsenden Städten eine „smarte“ Stadtplanung erforderlich.

Alles in Allem eine sehr gelungene Veranstaltung welche zu interessanten Diskussionen führte und viele neue direkte Einblicke in die Entwicklung von Smart Cities ermöglichte.