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Hochschulen und ihr Beitrag zu den SDGs

Hochschulen & Beitrag SDGs_c IUFE

Es besteht Handlungsbedarf, um die 17 UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs) bis zum Jahr 2030 in Österreich umzusetzen. Welche Handlungsmöglichkeiten für Hochschulen sowie Wissenschaft und Forschung bestehen, wurde im Juni 2017 im Rahmen einer Veranstaltung des Ressorts für Wissenschaft und Forschung (vormals BMWFW) gemeinsam mit HochschulvertreterInnen erläutert. Dieser Arbeitsprozess wird 2018 weitergeführt.

Welchen Beitrag können Hochschulen zu den SDGs leisten?

Am 19. Juni 2017 lud das BMWFW (Verwaltungsbereich Wissenschaft und Forschung) in Kooperation mit der UNIKO, der Fachhochschulkonferenz und der Konferenz der Privatuniversitäten zum Gedanken- und Informationsaustausch zur Frage „Welchen Beitrag können Hochschulen zu den SDGs leisten?“ ein. Unter der Moderation von Hans Stötter (Universität Innsbruck) und Lisa Bohunovsky (Universität für Bodenkultur) begrüßte Sektionschef Elmar Pichl (BMWFW) die zahlreichen Veranstaltungsgäste. Dabei betonte er, dass mit dem kürzlich gestarteten universitätsübergreifenden Projekt UniNEtZ ein wichtiger Schritt gesetzt wurde, um die vorhandene Expertise zu den SDGs von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auch tatsächlich nutzbar zu machen.

17 SDGs synergetisch verknüpfen und Wettbewerb vermeiden

Im Anschluss erläuterte Keywan Riahi (IIASA) in seiner Keynote die Hintergründe und Inhalte der Sustainable Development Goals sowie die Möglichkeiten von Hochschulen, bei der Umsetzung aktiv mitzuwirken, aus internationaler Perspektive. Eine der Herausforderungen bestünde darin, die 17 Ziele synergetisch zu verknüpfen und Wettbewerb zu vermeiden. Schlüsselvoraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung seien der Systemansatz, ein Science-Policy-Dialog sowie kollaborative internationale und nationale universitätenübergreifende Netzwerke.

Gedankenaustausch und interaktive Diskussion unter den Teilnehmern  

Im interaktiven Teil diskutierten die Teilnehmerinnen Ideen und Gedanken etwa zu folgenden Fragen:

  • Was kann eine Hochschule zur Erreichung der SDGs auf nationaler und internationaler Ebene durch Forschung beitragen?
  • Wie können die SDGs den Entwicklungsplan Ihrer Einrichtung beeinflussen?
  • Wie können SDGs zur stärkeren Interaktion zwischen Hochschulen mit der Gesellschaft beitragen?
  • SDG 4: Wie können tertiäre Bildungseinrichtungen dazu beitragen, dass alle Studierenden die notwendigen Kompetenzen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben?
  • SDG 7: Welchen Beitrag können Hochschulen zum nachhaltigen Umgang mit Energie leisten?
  • SDG 12: Wie können Hochschulen einen ressourcenschonenden Lebensstil bei Mitarbeitern und Studierenden fördern?
  • SDG 16: Wie kann das Ziel, friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, im universitären Alltag “gelebt” werden?
  • Welche Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre sind notwendig, um dem integrativen Charakter der SDGs gerecht zu werden?
  • Welche Unterstützung können Hochschulen der Bundesregierung zur Erreichung der SDGs bieten?

Interpretation und breitenwirksame Kommunikation der SDGs

Franz Fischler (Europäisches Forum Alpbach) erläuterte in seinem anschließenden Vortrag die Verantwortung und Rolle des Hochschulbereichs im Hinblick auf die Umsetzung der SDGs. Er unterstrich, dass Österreichs Universitäten und Fachhochschulen die für diese Aufgabe nötigen Fähigkeiten und das wesentliche Wissen bereits besitze, es brauche jedoch eine Interpretation für Österreich. Außerdem benötige es eine breitenwirksame Kommunikation der SDGs, die Erarbeitung konkreter Umsetzungsvorschläge und ein Monitoring der Umsetzungsfortschritte der SDGs.

Institutionalisierung des Dialoges zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft

Abschließend unterhielten sich Sektionschefin Barbara Weitgruber (BMWFW), Norbert Feldhofer (BKA), Rektorin Petra Winter (UNIKO), Präsident Helmut Holzinger (FHK) und Rektor Karl Wöber (ÖPUK) über weitere Schritte zur erfolgreichen Umsetzung der SDGs. Dabei wurden unter anderem bereits laufende „SDG-affine Aktivitäten“ besprochen und Erwartungen von beziehungsweise an die Hochschulen abgesteckt und adäquate Rahmenbedingungen, um diese Erwartungen erfüllen zu können, besprochen. So fand etwa der Vorschlag nach der Institutionalisierung des Dialoges zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft nach dem Vorbild der Vereinten Nationen allgemeines Interesse.

 

Details und Rückfragen zur Veranstaltung: Evi Frei (mailto:evi.frei@bmbwf.gv.at) und Karolina Begusch-Pfefferkorn (mailto:Karolina.Begusch-Pfefferkorn@bmbwf.gv.at).

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Sustainable Development Goals – (c) IUFE

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Informationen